Erster Stammtisch für Energiedemokratie in München
Am 15. Januar 2026 war es so weit: Im gemütlichen Augustiner Keller in München hat WECF gemeinsam mit der BENG eG zum ersten Energiedemokratie-Stammtisch eingeladen. Dies ist eine Aktivität, die ihm Rahmen des Feministischen Reallabors und der einjährigen Begleitung der BENG durch WECF stattfindet.
Was bedeutet denn Energiedemokratie?
Es geht vor allem darum, Entscheidungen über Energieproduktion, -verteilung und -verbrauch durch eine breite Beteiligung der Zivilgesellschaft mitzubestimmen. Durch die Beachtung verschiedener sozialer Perspektiven und einer Gemeinwohlorientierung werden also Teilhabe, Akzeptanz und Klimaschutz zusammengedacht.
Mehr über die BENG eG
Die BENG eG ist eine Genossenschaft mit über 40 Solaranlagen und ihrem aktuellen Projekt, dem Bürgerwind Forstenrieder Park. Sie zeigt, wie Bürger:innen aus der Münchner Region diese Ideen bereits umsetzen und selbst die Energiewende vorantreiben. Nachdem WECF eine kurze inhaltliche Erklärung zum Begriff Energiedemokratie gegeben hat, hat der BENG-Vorstand vergangene und aktuelle Projekte vorgestellt.
Der Abend lebte vom Austausch, aber auch von den Ideen und Wünschen der Teilnehmenden: Wie können sich Interessierte konkret einbringen? An welchen gemeinsamen Aktivitäten besteht Interesse – etwa die Besichtigung von PV-Anlagen, regelmäßige Stammtische oder technische Workshops? Außerdem drehte sich das Gespräch um solidarische Finanzmodelle, die es auch strukturell benachteiligten Gruppen ermöglichen würden, Teil der Bewegung zu werden. Ein konkreter Vorschlag: Ältere Generationen zeichnen Anteile für Jüngere – etwa Großeltern, die ihren Enkel*innen einen Anteil schenken. So entsteht ein System, in dem Menschen mit mehr finanziellen Möglichkeiten anderen den Einstieg ermöglichen – und die Energiewende einen Schritt weiter geht, um inklusiv zu werden.
Der Stammtisch war Ausgangspunkt, um weitere Beteiligungsformate innerhalb der BENG eG auszuprobieren, bspw. auch, um gemeinsam Arbeitsgruppen zu gründen. Der Abend hat gezeigt, wie Energiedemokratie Schritt für Schritt Realität werden kann!
