Neue Impulsreihe: Erkenntnisse aus dem EPOS-Projekt
Die Energiewende kann nur dann sozial gerecht und dauerhaft erfolgreich sein, wenn alle Menschen sie mitgestalten können. Doch Beteiligung an Bürger*innenenergie, an Selbstbauformaten oder in Energiegenossenschaften ist bislang ungleich verteilt: Zeitliche und finanzielle Ressourcen, Technikbilder, Sprache, fehlende Vorbilder sowie etablierte Organisations- und Entscheidungsstrukturen schaffen Hürden – insbesondere für Frauen und weitere bislang ausgeschlossene Gruppen.
Die EPOS-Impulsreihe nimmt diese Barrieren nicht als individuelles Defizit, sondern als gemeinsame Gestaltungsaufgabe in den Blick. Sie bringt Forschungsergebnisse mit Erfahrungen aus der Praxis zusammen und schafft Raum für Austausch zwischen Selbstbau-Initiativen, Kommunen, Energiegenossenschaften, Verbänden, Förderinstitutionen und politischen Akteur*innen. Im Mittelpunkt steht die Frage: Welche konkreten Strukturen, Formate und Förderansätze braucht es, damit mehr Menschen die Energiewende selbstwirksam, gleichberechtigt und langfristig mitgestalten können?
In drei aufeinander aufbauenden Veranstaltungen werden unterschiedliche Ebenen dieser Frage beleuchtet:
Der erste Impuls richtet den Blick auf Energiegenossenschaften: Welche Veränderungen in Organisationskultur, Ehrenamtsstrukturen, Kommunikation und Finanzierung sind notwendig, um vielfältige gesellschaftliche Gruppen für eine aktive und gleichberechtigte Teilhabe an der Bürgerenergie zu gewinnen?
Der zweite Impuls widmet sich Balkonkraftwerken und zeigt, wie Selbstbau, kommunale Förderung und niedrigschwellige Ansprache zusammenwirken können, um Zugänge zu Energie- und Technikkompetenz zu erweitern.
- Der dritte Impuls weitet die Perspektive auf die strukturellen Rahmenbedingungen der Energiewende. Gemeinsam mit Akteuren aus Netzwerken, Förderung und Politik wird diskutiert, wie Diversitätsarbeit dauerhaft abgesichert und institutionell verankert werden kann.
Die Reihe versteht Vielfalt nicht als Zusatzthema, sondern als Voraussetzung für eine starke, demokratische und handlungsfähige Energiewende. Sie lädt dazu ein, vorhandene Erfahrungen sichtbar zu machen, voneinander zu lernen und konkrete nächste Schritte für die eigene Praxis zu entwickeln. Die Impulse stützen sich auf Erkenntnisse aus dem EPOS-Projekt und verbinden diese mit umsetzbaren Ansätzen aus Initiativen, Kommunen und Energiegenossenschaften.
